Khula Natural Health Centre, Kwazulu-Natal, Südafrika

Seit 2004 engagieren wir uns für eine Homöopathie-Klinik in Malawi, Afrika, die für die Landbevölkerung kostenlose Behandlungen anbietet. In diesen Jahren haben wir mehrere Malawier in Homöopathie und medizinischen Grundlagen ausgebildet. Seit 2011 wird die Klinik eigenständig von malawischen HomöopathInnen geführt. Wir besuchen die Klink weiterhin mindestens einmal jährlich, um Supervision und Weiterbildung anzubieten. Unsere Arbeit ist ehrenamtlich und wird von der Eva-Demaya-Stiftung getragen, www.evademaya.nl.

Als gebürtige Südafrikanerin hegte ich schon seit Jahren die Vision, eine Klinik in Südafrika aufzubauen, um der sozial benachteiligten Landbevölkerung diejenigen medizinischen Behandlungsmöglichkeiten anzubieten, die sich in Malawi derart gut bewährt haben.
Seit über einem Jahr bin ich zusammen mit meinem Mann, dem Homöopathen Manuel Steiner, mit dem Aufbau des Khula Natural Health Centres beschäftigt. Im April 2017 konnten wir die Pilotphase, in der wir die ersten homöopathischen Behandlungen anboten, sehr erfolgreich durchführen.

Der Ort, Khula Village, liegt im ländlichen Kwazulu Natal, auch Zululand genannt. In Khula Village leben ca. 20'000 Erwachsenen und ca. 23'000 Kinder. Mit den umliegenden Bezirken ergibt sich ein Einzugsgebiet von weit über 50'000 Einwohnerinnen und Einwohner. In Khula Village leben sehr viele AIDS-Waisenkinder und  Grosseltern. Die Generation dazwischen, die sich normalerweise um diese beiden Altersgruppen kümmert, ist mehrheitlich an AIDS gestorben oder auf Arbeitssuche in die Grossstädte gezogen. Geschätzt wird, dass ca. 80 Prozent der Bevölkerung HIV-positiv sind und die Arbeitslosenrate 50 Prozent beträgt. Der grösste Teil der schwarzen ländlichen Bevölkerung in Südafrika ist bis heute, 25 Jahre nach Ende der Apartheid, immer noch sehr arm, hat wenige Möglichkeiten auf eine gute Ausbildung und kaum Zugang zu einer medizinischen Versorgung.  
Es gab bis anhin nur eine einzige staatliche Klinik in Khula mit zwei Krankenschwestern. Einmal im Monat macht ein Arzt Visite, behandelt jedoch nur die ersten 30 Patientinnen und Patienten. Somit kann die medizinische Versorgung schlicht nicht zur Genüge gewährleistet werden.

Das Homöopathie-Studium in Südafrika dauert sechs Jahre (zwölf Semester) und ist einem Medizinstudium gleichgestellt. Um überhaupt als registrierte Homöopathinnen und Homöopathen in Südafrika arbeiten zu dürfen, haben Manuel und ich im Jahr 2015 den Master in Homoeopathy an der Universität von Johannesburg erlangt. Nach einer Inspektion durch die staatlichen Gesundheitsbehörden im April dieses Jahres ist das Khula Natural Health Centre als offizielles Trainings-Institut anerkannt worden, das den Studierenden im elften und zwölften Semester die Möglichkeit gibt, ein Praktikum zu absolvieren. Ebenso können sie dort nach ihrem Abschluss die vorgeschriebene Internship-Zeit (Assistenzzeit) verbringen. Dadurch sammeln sie wertvolle Erfahrungen, um später eigene Praxen in ebenso abgelegenen, ländlichen Gebieten erfolgreich selbständig führen zu können.

Die Universität von Johannesburg (UJ) hat bereits ihre Unterstützung für das Khula Natural Health Centre zugesichert. Seit April 2017 werden von der Universität vier bis fünf Studierende und ein registrierter, erfahrener Homöopath nach Khula gesendet. Die Studentinnen und Studenten verfügen über ein ausgezeichnetes Wissen und sind in allen erforderlichen medizinischen Disziplinen sowie auch in Homöopathie sehr kompetent. Sie führen selbständig Anamnesen und Untersuchungen durch. Anschliessend wird jeder Fall mit dem erfahrenen Homöopathen diskutiert und das geeignete Behandlungsvorgehen besprochen. Wie in Malawi reagiert die ländliche Bevölkerung in Khula sehr gut auf die Homöopathie. Den allermeisten Patientinnen und Patienten, ob akut oder chronisch, geht es dank der Behandlung sehr viel besser.

Der Grossteil der Patientinnen und Patienten sind Frauen und Kinder. Es werden sämtliche akute und chronische Pathologien behandelt wie zum Beispiel rheumatische Beschwerden, Hypertonie, Tuberkulose, Diabetes, neurologische Beschwerden, HIV mit Komplikationen, Epilepsie, diverse Hautausschläge, diverse akute Entzündungen, Wunden und Traumata, parasitärer Befall u.v.m.

Der Grossteil der PatientInnen spricht nur isiZulu. Wir sind auf die Hilfe von Übersetzerinnen und Übersetzer angewiesen. Die Hälfte der Studierenden jedoch spricht fliessend isiZulu. Unsere Beziehungen und Partnerschaften mit der Dorfbevölkerung von Khula, der Universität von Johannesburg, dem Zulu-Hauptmann, der staatlichen Klinik und dem African Impact (NGO im sozial-medizinischen Bereich) haben sich seit April vertieft und gefestigt. Alle schätzen das Khula Natural Health Centre und baten uns nach der Pilotphase eindringlich, die Behandlungen weiter anzubieten. Auch die Patientinnen und Patienten waren ausserordentlich dankbar und baten uns ebenfalls zu bleiben, denn es gibt keinen vergleichbaren Ort für sie.

Damit die Behandlungen in der Zwischenzeit weitergeführt werden können, ist das Health Centre bis auf Weiteres einmal pro Monat für eine Woche offen. So kann wenigstens ein Teil der Patientinnen und Patienten behandelt werden. Jeden Monat kommen mehr Patientinnen und Patienten in das Khula Health Centre. So konnten in den ersten fünf Wochen mehr als 1’000 erfolgreiche Behandlungen durchgeführt werden. Dieses Übergangskonzept ist bis Mitte 2019 geplant. Inzwischen können wir weitere Schritte unternehmen, um das Health Centre langfristig auf eine solide Basis zu stellen. Unser Ziel ist es, die medizinischen Bedürfnisse der Khula Bevölkerung abzudecken, indem wir baldmöglichst das Khula Natural Health Centre täglich zur Verfügung stellen können. Mittlerweile ist das Health Centre auch offiziell als Non-Profit Organisation in Südafrika registriert.

Um diese Überbrückungszeit bis Mitte 2019 zu realisieren, brauchen wir finanzielle Unterstützung. Wir wenden uns an Sie mit der Bitte um eine Spende für dieses aussergewöhnliche Gesundheitsprojekt.
Im Namen aller Patientinnen und Patienten sowie ihrer Angehörigen danken wir Ihnen bereits im Voraus sehr herzlich für Ihre Grosszügigkeit.

Nicoliene Potgieter Steiner & Manuel Steiner
 

Khula Natural Health Centre, Kwazulu-Natal, South Africa
khula@hmsuisse.ch
Registriert als Non-Profit Organisation in Südafrika «KHULA NOMATHIYA HEALTH CENTER AND ORPHANAGE HOME» Registrationsnr. K2017/212617/08

PROJEKT-INITIANTINNEN: Nicoliene Potgieter Steiner & Manuel Steiner

Dr. Nicoliene Potgieter Steiner, geb. 1971
- Gebürtige Südafrikanerin, wohnhaft in der Schweiz seit 1994, Basel
- Südafrikanische und Schweizer Doppelbürgerin
- Apothekerin und Homöopathin (dipl. Homöopathin SHI, Doctor of Homoeopathy, M. Tech. Hom (SA))
- Aufbau und Betreuung der Homöopathie-Klinik in Malawi, Afrika, seit 2004 in Zusammenarbeit mit der Eva-Demaya-Stiftung, www.evademaya.nl
- Eigene Praxis für Homöopathie in Basel seit 2005
- Dozententätigkeit an der SHI Homöopathie-Schule in Zug und der ANHK (Phytotherapie, Schulmedizin) in Basel
- Initiantin der Non-Profit Organisation „Khula Natural Health Centre“, Kwazulu-Natal, Südafrika seit April 2017

Dr. Manuel Steiner, geb. 1963
- Schweizer Bürger (Langnau i. E.), geboren, aufgewachsen und wohnhaft in Basel
- Homöopath (dipl. Homöopath SHI, Doctor of Homoeopathy, M. Tech. Hom (SA))
- Heilmittelherstellung und Qualitätskontrolle von anthroposophischen Medikamenten in der Klinik Arlesheim (früher: Ita Wegman Klinik)
- Aufbau und Betreuung der Homöopathie-Klinik in Malawi, Afrika, seit 2004 in Zusammenarbeit mit der Eva-Demaya-Stiftung, www.evademaya.nl
- Eigene Praxis für Homöopathie in Basel seit 2006
- Dozententätigkeit an der SAKE Bildungszentrum, Bern
- Initiant der Non-Profit Organisation „Khula Natural Health Centre“, Kwazulu-Natal, Südafrika seit April 2017

Informationen zum Khula-Projekt

Nicoliene Potgieter Steiner & Manuel Steiner
khula@hmsuisse.ch